Talentsichtungsaktion des LAZ Leipzig geht 2011 in die neunte Runde
Seit nunmehr acht Jahren ist der Endlauf der schnellsten Leipziger Grundschüler ein fester Bestandteil des internationalen Hallenmeeting des LAZ Leipzig. 2011 wurde der Endlauf erstmalig im Rahmen der der Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften ausgetragen. Gemeinsam mit den großen Stars der internationalen Leichtathletikszene vorgestellt zu werden, den eigenen Namen über die Lautsprecher der Arena Leipzig zu hören und vor 3.500 Fans zu sprinten ist für die meisten der Kids ein unvergessliches Erlebnis. Doch wie qualifiziert man sich für den Endlauf?
Seit März 2003 bietet das LAZ Leipzig den Grundschulen der Stadt an einen Projekttag im Bereich Sport durchzuführen. Während eines Tages werden Führungen in der Arena Leipzig oder im Zentralstadion angeboten. Interessante Fakten zu Länge, Breite und Höhe, Anzahl der Zuschauerplätze, Bauzeit und den vielen verschiedenen Möglichkeiten der Arena erstaunen die neugierigen Grundschüler jedes Mal aufs Neue. Im Anschluss messen die Trainer des LAZ im Laufschlauch der Arena die 50m Sprintzeiten der Kids mittels einer Lichtschranke. Mit etwas Glück sprinten einige Schulklassen sogar unter den Anfeuerungsrufen der Top-Athleten des LAZ, wie z.B. den Hürdensprintern Cindy Roleder und Alexander John, die ihr tägliches Training im Laufschlauch absolvieren. Auch die zweifache Bob-Weltmeisterin Romy Logsch war nach ihrem Training schon bei einer Siegerehrung zu Gast. Grundschulen deren Ausstattung keinen Unterricht im Weitsprung zulässt, können beim LAZ an diesem Tag einen sportlichen Zweikampf bestehend aus Sprint und Weitsprung durchführen.
Dieser Projekttag Sport findet bei den Schulen der Stadt regen Zuspruch - 50 von 70 Grundschulen waren schon zu Gast in der Arena. Jährlich nehmen rund 2.500 Kinder aus 30 Grundschulen an dieser Aktion teil. In jeder Klassenstufe gehen also fast 600 Schüler an den Start. Nur die schnellsten acht Jungen und acht Mädchen qualifizieren sich für den Endlauf beim internationalen Hallen-Meeting des LAZ Leipzig. Zusätzlich zu den schnellsten 16 Sprintern sichten die Trainer viele talentierte Grundschüler und laden sie zum Schnuppertraining auf die Nordanlage ein. Wer dabei richtig Lust auf Leichtathletik bekommen hat, wird in die Trainingsgruppen des LAZ integriert und legt im altersgerechten Training die ersten leichtathletischen Grundlagen.
Dieses außergewöhnliche Engagement des LAZ im Bereich der Nachwuchsarbeit und Talentförderung wurde 2009 mit dem kleinen "Stern des Sports" des Deutschen Olympischen Sportbundes und dem PSD RegioSport Preis der PSD Bank ausgezeichnet.

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In den vergangenen Jahren haben sich zum jetzigen Zeitpunkt 16 der ehemaligen Endläufer vom LAZ Leipzig zu Landeskadern des Leichtathletik-Verbandes Sachsen entwickelt.
D-Kader
E-Kader
Weitere 17 der aktuellen Landeskader des LAZ Leipzig sind aus der Aktion Schüler sprinten zu Olympia hervorgegangen.

Über 250 Führungen durch das Zentralstadion und die Arena hat LAZ-Nachwuchskoordinator Thomas Bellmann schon durchgeführt. Und zu jeder einzelnen Führung löchern ihn die Kids mit interessanten und lustigen Fragen. Hier eine kleine Auswahl:
LAZ: "Die Arena ist 160m lang, 90m breit und 20m hoch."
1. Klasse: "Und wie schwer ist die Halle?"
LAZ: "Hier sind wir jetzt im Kraftraum."
2. Klasse: "Und wo ist hier die Kraft?"
In der Arena hängen an den Decken Schilder mit der Traglastfähigkeit.
LAZ: "Die Arena ist erst vor wenigen Wochen eröffnet worden."
1. Klasse: "Stimmt, da oben hängen noch die Preisschilder."
Wir stehen vor der leeren Judo-Halle.
3. Klasse: "Und was macht man in einer JoJo-Halle?"

